Willkommen

In der scheinbaren Ambivalenz von Leben und Tod, in dem winzigen Spalt zwischen Ende und Anfang, Sterben und Auferstehen, findet die Kunst einen Raum. Niemand kommt der Unsterblichkeit so nahe wie sie. Und doch findet auch diese Unsterblichkeit ihre Erfüllung stets nur in ihrem Streben nach sich selbst. Das Ziel – eine kleine Illusion. Der Weg – eine große Vision.

 

Ulrich Häusler, der Gründervater von „Les Montmartrois en Europe“ wurde mit dieser kleinen Lücke zwischen Ende und Anfang im Jahr 2006 konfrontiert, als er einen Lebensabschnitt beendete und in *Paris vor einem neuen, unbekannten Anfang stand. Seiner französischen Wahlheimat haftete trotz (oder

gerade wegen) ihres pulsierenden Reichtums an Kulturen und Möglichkeiten auch die gewisse Verlorenheit in der Fremde an – und so suchte Ulrich Häusler zunächst einfach nur nach Begleitern. Seine Liebe zur Kunst war da nur ein verbindendes Element. Ein anderes war die deutsche Sprache. Auf Basis dieser Gemeinsamkeiten bildete sich die Pariser „Montmartre-Runde“ – ein Treffpunkt für internationale, deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler und kulturinteressierte Menschen –, die sich bis heute zu einer starken Gruppe entwickelt hat und sich vor allem durch ihren familiären Zusammenhalt auszeichnet.

 

Es war dieses Gefühl von Geborgenheit und von Verstandenwerden durch Gleichgesinnte, das Ulrich Häusler so nachhaltig beeindruckte, dass er genau diesen familiären Ansatz mit zurück nach Deutschland nahm, um 2010 in Berlin fortzuführen, was in Paris so vielversprechend begonnen hat. Denn „Les Montmartrois de Berlin“, die Tochter der Pariser Montmartre-Runde, wird von einem besonderen Leitgedanken getragen: Künstler helfen Künstlern. Man hilft sich – so, wie es im besten Fall in einer Familie sein sollte.

 

Und auch wenn sie eigentlich noch in den Kinderschuhen steckt, geht die Vision einer Familie bereits mit voller Kraft ihren Weg: In Berlin hat sich ein Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler aller denkbaren Sparten etabliert, ein Ort, an dem man sich hilft, unterstützt, versteht – aber auch kritisiert und reibt, an dem gemeinsame Events geplant und umgesetzt werden, ein Ort, der sich seinen Platz im Fundament der Berliner Kunstszene schafft und diese stützt, fördert und von und mit ihr lernt. Ein familiärer Ort, an dem das Sterben genauso seinen Platz hat wie das Auferstehen.

Gefragt nach seiner Motivation hinter diesem Engagement für Berliner Künstlerinnen und Künstler, überlegt Ulrich Häusler nur einen Wimpernschlag lang. „Vielleicht wäre ich selbst gern ein großer Künstler geworden“, sagt er dann. Und wenn man ganz genau hinsieht, dann ist allein das Gebären einer solchen Vision schon ein Akt der Kunst und damit ein „Verknüpfen“ mit der Welt und mit ihrem Streben nach Unsterblichkeit.

 

 Text Eva Bali  Schriftstellerin und Mitglied bei Les MontmARTrois en Europe

 

 *Nach Paris entstanden folgende Städtegruppen - Berlin - Hambourg - Munich - Cologne - Zurich - Leipzig - Vienne - Sarrebruck und Baden Baden

Die Freiheit in der Kunst soll verwirklicht werden durch unsere Befreiung von der Ausbeutung in der Kunst.Dazu ist die Grundvoraussetzung die Freiheit unseres Geistes und eine individuellen Verwirklichung.Es gibt bei Les Montmartrois en Europe keine Klassenunterschiede alle Mitglieder sind gleich.

 

Wir wollen Sicherheit, Vertrauen, Fürsorge, Mitverantwortung und der Verständigung mit und untereinander verwirklichen.Wir setzen uns ein für fairen Umgang und eine faire Bezahlung unserer Mitglieder.

Toleranz wird bei uns gelebt .

 

Nicht tolerieren werden wir Fremdenhass und Menschen verachtende

Gruppierungen in unserer Gesellschaft.

 

Radikale und rechtextremes Gedankengut finden bei uns keinen Platz.

 

Die Großfamilie wird gelebt durch Vertrauen und Verständnis .Das Ziel von Les Montmartrois en Europe  liegt darin, diese Grundsätze im Alltag zu leben, um so das menschlich Gute in der Welt zu verbreiten.

 

Text Ulrich Häusler

Klick auf das Logo zur Website von Les MontmARTrois en Europe
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" Les Montmartrois en Europe " – Brücke zwischen Berlin - Paris - Wien und vielen anderen Städten.

 

 Schon in der 20er Jahren gab es dieses Zusammenspiel: Theater, Cabaret, Musik, Bilder, Tanz und Improvisation. Josephine Baker, Franz Hessel, Anita Berber,Harry Graf Kessler, Lou Albert-Lasard und Rilke – nur einige Namen.

 "Les Montmartrois en Europe " ein Geheimtipp der europäischen,deutschsprachigen Szene, nimmt diese Tradition auf, zwischen spontan improvisierten "Events" treffen kreative Künstler mit viel Begeisterung auf ein interessiertes, engagiertes Publikum. Es ergeben sich immer wieder weiterführende Kontakte, öffnen sich die Bühnen .

DOMIZIL-FEST NOV. 2016 - FOTOS  RALF ARNDT

Richard von Weizsäcker 1991

(. . .) Kultur kostet Geld. Sie kostet Geld vor allem auch deshalb, weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. Vor ein paar Jahren, eben hier in Berlin, habe ich bei einer Ansprache vor dem Deutschen Bühnenverein ausgeführt, dass Kultur nicht etwas sein darf, was die öffentlichen Hände nach Belieben betreiben oder auch lassen dürfen. Substanziell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe der öffentlichen Haushalte zu sein als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich zumeist "Subventionen" nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subventionen zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in die falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns leisten oder auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere eigentliche innere Überlebensfähigkeit sichert.

Und Kultur hängt auch von Personen ab, die sie ins Werk setzen sollen. Es ist ein zentrales öffentliches Interesse, dass Leute, die das können und die schon in Berlin leben, die notwendigen Entfaltungsmöglichkeiten behalten oder bekommen. Und darüber hinaus auch, dass in möglichst großer Dichte und Qualität solche Menschen für Berlin gewonnen werden, wenn sie bereit sind, sich zu engagieren, damit sie hier ihre Kreativität und ihre Kenntnisse wie ihre Weltläufigkeit in den Dienst der Kultur der Stadt und des ganzen Landes stellen. 


Art. 5 Absatz 3 Grundgesetz

 

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

 

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

 

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Die Kunstfreiheit ist ein Grundrecht, das zum Schutz künstlerischer Ausdrucksformen gedacht ist. In Deutschland ist es in Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz (GG) verankert. Dort zählt es zu den am stärksten geschützten Grundrechten des deutschen Grundrechte-Katalogs. Das Bundesverfassungsgericht zählt die Kunstfreiheit zu den Kommunikationsgrundrechten und erachtet es daher als wesentlich für die demokratische Grundordnung.


Wenn es eine Freude ist, das Gute zu genießen, so ist es eine größere, das Bessere zu empfinden, und in der Kunst ist das Beste gut genug.

                                         Johann Wolfgang von Goethe 

Foto Ulrich Häusler
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