„Dass aus dir mal was Anständiges wird.”

 

Wie oft hören diejenigen, die einen kreativen Weg beschreiten, dieses Mantra? Vielleicht ist es nur ein Necken, aber oftmals liegt der Aussage die Vorstellung zugrunde, dass ein Mensch, der die Kunst zu seinem Lebensmittelpunkt machen möchte, unweigerlich finanzielle Probleme und unruhige Zeiten haben wird. Das ist vielleicht nicht ganz aus der Luft gegriffen …

 

Wir haben zwar das Glück, in einem Land zu leben, das die Künste fördert. Der überwiegende Teil der Kunst- und Musikhochschulen wird vom Staat finanziert und unsere staatlichen Theater und Kulturbetriebe werden durch Subventionen unterstützt.

 

Und doch kann die Kunst eine wankelmütige Arbeitgeberin sein, die einen vor das Entscheidungsproblem stellt: Soll mich dieses Projekt erfüllen oder soll es mich ernähren? Soll es etwas sein, das möglichst vielen gefällt oder etwas, das meiner Botschaft Form verleiht?

 

Gerade in Krisenzeiten ist es oft die Kunst, sonst hochgepriesen und ein Aushängeschild unseres Landes, welche sich hinten anstellen muss und sich selbst überlassen wird. Denn Künstler und Künstlerinnen, das sind Menschen, die es gewohnt sind, sich durchbeißen zu müssen, wenn es mal nicht so gut läuft.

 

Die ihre Kunst auch durch branchenfremde Tätigkeiten finanzieren, selbst wenn es ihr Vorankommen behindert und Zeit, Energie, die Luft zum Atmen nimmt.

Artists in Residence ist eine Antwort auf die Frage, wann es nur um die Kunst gehen darf. Nicht kommerziell, dafür spartenübergreifend und gefördert mit einem etablierten Präsentationsrahmen der erarbeiteten Werke. Ein Hafen, der Sicherheit gibt und einen klar erkennen lässt: Es geht ausschließlich um die Kunst. Der Rest ist nicht relevant – endlich!

 

Ihre Sarah Alles 


Artists in Residence ist eine Initiative  der Künstlervereinigung " Les MontmARTrois en Europe "

 

Die Kunst lebt von der Seele, die sie schafft. Aber eben auch davon, gesehen zu werden. Und dafür braucht es Öffentlichkeit.

„Les Montmartrois en Europe “ als Treffpunkt für Les Montmartrois en Europe Künstlerinnen und Künstler vereint ein großes Potential an vielfältigen Kunstrichtungen – und damit ebenso vielfältigen Möglichkeiten zur Öffentlichkeit. Hier trifft das Instrument seine Stimme, der Tanz findet die Ewigkeit in der Malerei, das Wort einen Körper im Schauspiel und die Keramik einen Platz zwischen Mimen, Musik und Architektur.

So auch bei Artists in Resindence.

Welche Früchte es tragen kann, wenn sich Kunst und Kunst begatten, haben schon viele Projekte gezeigt, bei dem sich  Mitglieder von „Les Montmartrois en Europe“ engagierten und mit ihrer Kunst einbrachten. Hier entstand Öffentlichkeit, die nicht nur Nahrung für die Betrachter-Seele war, sondern auf allen Sinnesebenen verführte und verwöhnte.

Mit diesen Schritten  nach außen werden wir weitere folgen zu lassen, sos trebt „Les Montmartrois en Europe“ eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Veranstaltungsorten aus dem Event- und Gastronomiebereich an. Für die Künstlerinnen und Künstler eröffnet sich damit Raum, an dem sie öffentlich wahrgenommen werden, die Partnerinnen und Partner werden mit einem großen Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen belohnt. 

So fungiert „Les Montmartrois en Europe “ auf mehreren Ebenen als Vermittler von Kunst. Und die Kunst als Vermittlerin ihrer selbst – an jeden, „dem es sich mitteilt“.

 

Unsere Unterstützer in Artists in Residence Mijas Pueblo sind die Stadt Mijas, das deutsche Konsulat in Malaga. Dafür möchten wir, Sarah Alles & Ulrich Häusler, auf diesem Wege von Herzen danken, dass dieses Projekt den Künstlern wunderbare Möglichkeiten schafft kreativ zu sein und Begegnungen mit anderen Kollegen diese Arbeit befruchten

 

Ein etwas ergänzter Text von Ulrich Häusler - Ursprünglicher Text Eva Bali nach einem Interview mit Ulrich Häusler  Gründer von Les Montmartrois en Europe 


Auch von mir Willkommen 

Was fördert mehr das gegenseitige Verständnis als der interkulturelle Dialog, das Zusammentreffen von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die gemeinsame Arbeit und Auseinandersetzung von Künstlerinnen und Künstlern mit Themen, die uns aktuell beschäftigen? Eine Antwort auf diese rhetorische Frage brauche ich Ihnen nicht geben.

 

Zwischen Andalusien und Deutschland gibt es einen sehr regen Austausch. Zwei der insgesamt elf Millionen deutscher Touristen, die jährlich Spanien besuchen, verbringen ihren wohlverdienten Urlaub in Andalusien, vornehmlich an der Costa del Sol. Sie schätzen neben Sonne, Strand und Meer die Gastfreundschaft der Spanier, fühlen sich willkommen. Viele von ihnen interessieren sich für die Kultur, Traditionen und Geschichte Andalusiens, unternehmen Ausflüge ins Landesinnere, besuchen die Alhambra in Granada, die Mezquita in Córdoba oder Medina Azahara, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

 

Bei allem Interesse und aller Aufgeschlossenheit, auf der Strecke bleibt doch in vielen Fällen der persönliche Austausch, die zwischenmenschliche Begegnung.

Mit dem Projekt „Artist Village Mijas“ oder auf gut deutsch und spanisch „Künstlerdorf Mijas /Mijas -pueblo de artistas“ wollen wir dem entgegenwirken. Wir wollen nicht nur den Austausch und die Begegnung von deutschen, spanischen Künstlerinnen und Künstlern aufbauen und intensivieren, sondern auch die Begegnung von Menschen beider oder anderer Kulturen. Den Anfang und zwei wichtige Schritte haben wir bereits mit zwei Ausstellungen gemacht.

 

Die letzte hat sich unter der Überschrift „Afrika-Meer-Europa“ mit der Fluchtbewegung befasst und war nicht nur inhaltlich und künstlerisch ein voller Erfolg. Zu der Vernissage kamen so viele Gäste, Spanier, Deutsche und andere Nationalitäten, die der Saal kaum fassen konnte. Wenn die Beschränkungen der Coronakrise aufgehoben werden, wird sie sogar zur Wanderausstellung und in vielen anderen Orten Spaniens gezeigt werden.

Die letzte hat sich unter der Überschrift „Afrika-Meer-Europa“ mit der Fluchtbewegung befasst und war nicht nur inhaltlich und künstlerisch ein voller Erfolg. Zu der Vernissage kamen so viele Gäste, Spanier, Deutsche und andere Nationalitäten, die der Saal kaum fassen konnte. Wenn die Beschränkungen der Coronakrise aufgehoben werden, wird sie sogar zur Wanderausstellung und in vielen anderen Orten Spaniens gezeigt werden.

Aber nicht nur das, im Künstlerdorf Mijas sollen auch andere „verbindende“ Aktivitäten durchgeführt werden, wie das schon jedes Jahr im Februar (seit 2008) stattfindende ARTISTS IN RESIDENCE PROJEKT ( www.artistsinresidence.es ) mit darstellenden und bildenden Künstlern. Auch die seit 2020 bereits bestehende Zusammenarbeit im Kunstunterricht von AIR Künstlerinnen mit der deutschen Schule Málaga soll ausgebaut werden. Angedacht ist auch die künstlerische Gestaltung der Hochgarage von Mijas Pueblo durch Malereien an den Wänden.

 

Ein internationaler Künstlerstammtisch im Centro de Artes war bereits ein großer Erfolg und soll in Zukunft jeden Monat stattfinden. Daneben soll eine Ausstellung jedes Jahr im Februar in Zusammenarbeit mit der Casa Cultura der Stadt Mijas in einer der städtischen Galerien zu einer festen Einrichtung werden.

 

Für Workshops u.ä. stellt die Stadt Mijas uns Räume und den Innenhof des Casa Museo zur Verfügung. In der Regel nehmen im Februar ca 30-40 Künstler an den Aktivitäten teil. In den Rundgärten in Mijas Pueblo bietet die Stadt uns Flächen, um diese mit Kunst, z.B. mit Skulpturen, zu versehen. An dieser Stelle möchte ich dazu aufrufen, uns zu unterstützen, Unterkünfte für die anreisenden internationalen KünstlerInnen kostengünstig oder gar gesponsert zu vermitteln oder selbst zur Verfügung zu stellen.

 

Mein ganz besonderer Dank gilt den Initiatoren, allen voran Herrn Ulrich Häusler, der sich mit unermüdlich und einem bewundernswerten Engagement für dieses Projekt einsetzt, es fördert und voran bringt. Aber auch Lena Kuder von den Costa del Sol Nachrichten und allen anderen Beteiligten! Meine Bitte an Alle: Kommen Sie, erfüllen Sie gemeinsam mit uns dieses tolle Projekt mit Leben!  Vielen Dank 

Ihr Arnulf Braun


    Jeder freie Mensch ist kreativ. Da Kreativität einen Künstler ausmacht,            folgt: nur wer Künstler ist, ist Mensch. Jeder Mensch ist ein Künstler. 

                                                         Joseph Beuys